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Willkommen in meinem Wunderland!

September 9, 2010
 
Hereinspaziert, hereinspaziert…

 

Ihr schaut nun mit mehr oder weniger staunendem Blick auf diesen Blog und fragt euch sicher:

 

Wer ist sie? Warum macht sie das? Was ist hier los?  Lohnt es sich überhaupt, hier mal rumzustöbern?

 

 

 

Ich bin Jess und eine von vielen Menschen auf dieser Welt, die das Gefühl haben, dass da draußen mehr zu sehen ist als Arbeit, Alltag, Gräuel, Missmut und Tristesse.

 

 

 

Ganz im Gegenteil, das Leben ist so, wie man sich zum Beispiel den Alltag eines Schriftstellers vorstellt und dabei ist alles, was wir in so einem Autorentag finden, auch auf unser Leben anwendbar, vorrausgesetzt wir wollen was daraus machen:

 

Der Morgen beginnt damit, den Sonnenaufgang zu bewundern, in seiner ganzen Schönheit, die einen dazu bringt sich zu fragen: Wer macht so was? Warum ist das so wundervoll, warum rührt es mein Herz an? Man beginnt also den Tag, indem man sinniert über die Schönheit und den Facettenreichtum des Lebens und freut sich, Teil dieses wunderbaren Ganzen zu sein, das von einer höheren Macht gesteuert wird. Für die meisten Schriftsteller ist der Glaube an Schicksal und eine leitende Hand Grundvoraussetzung für ihr Schaffen.

 

Und weil das allein schon anstrengend genug ist, beschließt man noch ein bis zwei Stündchen zu schlafen…

 

Nach zwei bis drei Stunden schwingt man sich also aus den Federn, zieht einen dieser sündhaft teuren Bademäntel an und findet vollautomatisch den Weg zur Kaffeemaschine, man ist JEDEN Morgen der Meinung:  Das ist der beste Kaffee der Welt!

 

Während dieses morgendlichen Kaffees, der den meisten Schriftstellern zugeschriebenen Zigarette und einem kurzen Emailcheck, überdenkt man kurz das Outfit des Tages. Stilvoll muss es sein, am besten noch elegant und natürlich muss es meine Persönlichkeit und Vorzüge unterstreichen. Egal, ob uns jemand sieht oder nicht. Egal, ob es teuer oder günstig, NoName oder Marke ist. Wir schreiben so, wie wir uns fühlen.

 

Stilsicher, taufrisch und selbstbewusst setzt sich der Schriftsteller nun an seinen Laptop/Schreibmaschine. Der Schreibtisch ist überladen mit Büchern, Notizen und Notizbüchern. (Kein gutes Buch ohne ein gutes Notizbuch!). Gefrühstückt wird natürlich nebenbei, für sowas hat man ja gar keine Zeit als inspirierter Autor, sprühend vor Energie und gelegentlich abgelenkt durch Vogelgezwitscher, Schneetreiben, Regentropfen und Sonnenlicht, welches sich in genanntem Regentropfen streut.

 

Man nimmt sich nun also zwei bis vier Stunden Zeit für sein Werk, ist ganz mit sich selbst und seinen Worten beschäftigt und vollkommen davon erfüllt. Wir schreiben uns aus unserer Welt in eine andere hinein, vielleicht möchten wir in den Cotswolds leben oder in L.A., das Haar unserer Protagonistin ist viel dichter und stärker als unseres, wir sind umgeben von attraktiven, erfolgreichen Menschen. Nur Bösewichte sind abgrundtief hässlich, denn wir sind in der Lage auch bei nicht sonderlich umwerfenden Menschen liebenswerte Züge und innere Schönheit zu erkennen.

 

Langsam kehren wir in unsere Welt zurück…Wir sagen am Telefon Sätze wie „Ich treffe mich nachher noch mit meinem Agenten!“ und platzen dabei fast vor Stolz, grinsen wie ein kleines Kind in den Hörer, wohlwissend, dass uns dabei niemand sehen kann.

 

Und, als ob das Meeting mit unserem Literaturagenten nicht schon die Krönung wäre, haben wir für heute Abend noch eine Einladung zur wichtigsten Vernissage der Saison. Der Champagner fließt, die Männer liegen uns zu Füßen, die Lachscanapés sind die besten, die wir je gegessen haben und nach stundenlangem Smalltalk und fetzenartigen Tiefsinngesprächen pfeifen wir uns ein Taxi heran, um dann, natürlich mit Anmut, sturzbetrunken in unser Bett zu fallen.

 

 

 

Ich denke ich brauche nicht zu erklären, dass sehr oft im Leben des einen Traum des anderen Alltag ist. Manchmal sehnen wir uns auch einfach nach einem Alltag, weil wir der Meinung sind unser Leben sei zu ungeordnet, chaotisch, hektisch…gern stellt man sich zwei Stunden hin und bügelt, anstatt ständig geschäftig unterwegs zu sein. Wer aber ständig nur bügelt, würde viel geben für zwei Stunden Jetsetlife. Wo wir dann wieder beim oft erwähnten Mittelmaß wären…

 

 

 

Nun die Frage an euch, die ihr auch etwas ändern und erreichen wollt:

 

 

 

Gebt ihr euch Illusionen hin, wohlwissend, dass sie sich hinterher als rosarotes Staubwölkchen entpuppen?

 

Nehmt ihr diese Illusionen als Antrieb für eure Vorhaben?

 

Wisst ihr, was ihr wirklich wollt oder wisst ihr nur, dass ihr nicht mehr das wollt, was jetzt gerade ist?

 

 

 

Eure Antworten interessieren mich sehr und ich hoffe ihr seid bereit, euch auf diese kleine Reise mit mir einzulassen!!  Je mehr Menschen sich hier beteiligen, umso mehr können wir alle voneinander lernen, unseren Horizont erweitern und unsere Ziele fokussieren…ich bin gespannt, was ihr zu sagen habt…
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