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Reicht Liebe aus, um das Leben lebenswert zu machen?

April 30, 2013

Es wird mal wieder Zeit für eine Rezension, diesmal zu dem Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes:

Louisa ist mit Leib und Seele Barista im einzigen Café ihres Städtchens, bis sie von einem auf den anderen Tag ihren Job verliert. Durch die Geldnot ihrer Eltern muss sie einen Job annehmen, der sie aus ihrem bisherigen langweiligen und wohlgeordneten Leben hinauskatapultiert, hinein in ein Leben voller Gefühlschaos und Herausforderungen. Sie wird als „Gesellschafterin“ für den Tetraplegiker Will eingestellt, der ihr mit absoluter Gleichgültigkeit und Ignoranz begegnet. Doch anstatt den Job sofort zu kündigen, beißt Lou sich ihrer Familie wegen durch und schafft es erstaunlicherweise seit Langem als Erste, an den lebensmüden Will heranzukommen, was sich zu einer im wahrsten Sinne des Wortes außergewöhnlichen Liebesgeschichte entwickelt.

„Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes ist das berührendste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe. Ich habe mir bei vielen Büchern in den letzten Monaten gedacht: Bist du schon völlig abgestumpft, dass dich nichts mehr wirklich berührt?“ Doch dann kam dieses Buch und hat mich so sehr zum Weinen gebracht, dass ich keine Sekunde länger an meiner „Emotionalen Intelligenz“ zweifeln muss.

Lou auf ihrem Weg in ein neues Leben zu begleiten war so spannend und so emotional, der Roman ist so flüssig und ergreifend geschrieben, dass es unmöglich ist, dieses Buch wegzulegen.

Und auch noch Wochen nach dem Lesen geistert diese Geschichte so klar und detailreich vor den eigenen Augen herum, dass einem die Luft wegbleibt oder man lächelt oder einem die Tränen kommen 😉

Die Figuren sind jede für sich sehr eigenständig und markant charakterisiert, es ist fast jeder Typus vertreten, den man braucht, um die eigene Sympathie- und Gefühlsskala komplett abzuarbeiten: Ich war wütend, ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe bemitleidet, ich habe mich mitgefreut, ich habe den Kopf geschüttelt und ich habe genickt, ich habe gehasst und ich habe geliebt, ich habe gehofft und ich habe gezweifelt…

Was kann ein Buch mehr bieten?

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